Vor jeder Buchung eines Transports steht eine grundlegende Frage: In welche Umlaufbahn soll die Nutzlast überhaupt? Die Wahl der Bahn bestimmt, was ein Satellit sehen und leisten kann, und sie beeinflusst direkt, welches Trägersystem und welches Startfenster infrage kommen.
Drei häufige Zielbahnen
Im Erdorbit haben sich einige Bahntypen für bestimmte Aufgaben etabliert:
- LEO (Low Earth Orbit): niedrige Bahnen in einigen hundert Kilometern Höhe. Kurze Signalwege und hohe Auflösung machen sie typisch für Erdbeobachtung, Kommunikation in Konstellationen und Technologietests.
- SSO (sonnensynchrone Bahn): eine besondere, meist polnahe niedrige Bahn. Der Satellit überfliegt jeden Ort stets zur gleichen Ortszeit, was gleichbleibende Lichtverhältnisse für Aufnahmen schafft.
- GTO (geostationäre Transferbahn): eine stark elliptische Bahn als Sprungbrett zur geostationären Position, aus der ein Satellit scheinbar fest über einem Punkt der Erde steht.
Mit der Höhe steigt in der Regel der Energieaufwand. Eine Nutzlast in GTO oder darüber hinaus verlangt dem Trägersystem mehr ab als dieselbe Masse in einer niedrigen Bahn. Das schlägt sich in der verfügbaren Nutzlast, der Preisgestaltung und der Zahl passender Anbieter nieder.
Was die Bahn für die Buchung bedeutet
Für die Auswahl sind neben der Zielbahn die Masse, die gewünschte Bahnneigung und der Zeitpunkt entscheidend. Manche Missionen setzen direkt auf der Zielbahn ab, andere liefern nur bis zu einer Transferbahn, von der aus der Satellit selbst weiterfliegt. Diese Angaben lassen sich je Fahrzeug und Mission vergleichen, sodass eine Anfrage von Anfang an zur benötigten Bahn passt.