Weltraumwetter: Wie Sonnenstürme Starts und Missionen beeinflussen

Jun 25, 2026

Weltraumwetter beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Raum, die vor allem von der Aktivität der Sonne geprägt werden. Sonnenstürme, also Ausbrüche von Strahlung und geladenen Teilchen, können sich sowohl auf den Start als auch auf den laufenden Betrieb einer Mission auswirken. Für die Planung ist es hilfreich, diese Zusammenhänge zu kennen.

Wie Sonnenaktivität auf Missionen wirkt

Erhöhte Sonnenaktivität kann die obere Erdatmosphäre aufheizen und ausdehnen. Dadurch steigt der Luftwiderstand in niedrigen Umlaufbahnen, was die Bahn von Satelliten schneller absinken lässt. Zugleich können Strahlungsausbrüche empfindliche Elektronik stören und die Funkkommunikation sowie die satellitengestützte Navigation zeitweise beeinträchtigen.

Für Menschen an Bord ist die Strahlenbelastung ein zentrales Thema. Während besonders aktiver Phasen kann es sinnvoll sein, Tätigkeiten außerhalb geschützter Bereiche zu verschieben.

Bedeutung für Startfenster

  • Startzeitpunkt: Bei starken Störungen kann ein Startfenster verschoben werden, um Risiken zu verringern.
  • Bahnauslegung: Erwartete Änderungen des Luftwiderstands fließen in die Planung niedriger Umlaufbahnen ein.
  • Elektronik: Abschirmung und robuste Auslegung helfen, Strahlungseinflüsse zu begrenzen.
  • Kommunikation: Alternative Zeitfenster und Redundanzen sichern den Kontakt zur Mission.

Vorhersagen zum Weltraumwetter stammen von wissenschaftlichen Einrichtungen, die die Sonne dauerhaft beobachten. Diese Einschätzungen geben Wahrscheinlichkeiten an, keine festen Termine, weshalb Planungen in der Regel Spielräume vorsehen.

Für die Vorbereitung einer Mission bedeutet das, dass Startfenster und Missionsprofil Flexibilität zulassen sollten. Wer Weltraumwetter frühzeitig als Faktor berücksichtigt, kann gemeinsam mit dem Anbieter geeignete Zeiträume abstimmen und die Mission robuster auslegen.